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Sich im Unendlichen kreuzende Parallelen



FLO­RI­AN NEU­FELDT & MATT­HI­AS STRÖ­CKEL | SICH IM UN­END­LI­CHEN KREU­ZEN­DE PAR­AL­LE­LEN | KUNSTHALLE DÜSSELDORF

Die Wer­ke von Flo­ri­an Neu­feldt (*1976) und Matt­hi­as Strö­ckel (*1986) zeu­gen von der Neu­gier und dem Ver­lan­gen des Men­schen, die Din­ge um sich her­um durch un­ter­schied­li­che Stra­te­gi­en der Ver­mes­sung – so­wohl räum­lich als auch zeit­lich – zu hin­ter­fra­gen und zu ver­ste­hen. Da­bei wird die Wahr­neh­mung selbst zur Dis­po­si­ti­on ge­stellt und die Kon­struk­ti­on von Wirk­lich­keit zum zen­tra­len The­ma des je­wei­li­gen Werks. Das im Ti­tel der Aus­stel­lung auf­ge­grif­fe­ne Pos­tu­lat geht auf den an­ti­ken grie­chi­schen Ma­the­ma­ti­ker Eu­klid zu­rück,der es in den Ele­men­ten – ei­ne Sys­te­ma­ti­sie­rung und Ab­hand­lung ma­the­ma­ti­scher, as­tro­no­mi­scher und mu­si­scher Phä­no­me­ne, die bis heu­te für un­ser Ver­ständ­nis von Ma­the­ma­tik, Kos­mos und Mu­sik von gro­ßer Be­deu­tung ist – auf­stell­te. Es dient hier als schwer fass­ba­res und den­noch fas­zi­nie­ren­des Bild, das „nur“ im Kopf funk­tio­niert und auf das phan­tas­ti­sche Po­ten­ti­al ma­the­ma­ti­scher wie phy­si­ka­li­scher Pa­ra­do­xe hin­weist. Ei­ner­seits er­zeugt es Un­ver­ständ­nis, an­de­rer­seits regt es zum Nach- und Wei­ter­den­ken an, in­dem es uns auf un­se­re Gren­zen (der Ver­mes­sung) ver­weist und gleich­zei­tig ei­nen (Denk-)Raum öff­net, der jen­seits des Wirk­li­chen liegt und neue Ord­nun­gen zu­lässt. Hier knüpft die Dop­pel­aus­stel­lung mit Flo­ri­an Neu­feldt und Matt­hi­as Strö­ckel an.

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Three Dimensions fixing the World



MATTHIAS STRÖCKEL | THREE DIMENSIONS FIXING THE WORLD

25.01 - 10.03.2013
Vernissage 25. Januar 2013, 19 Uhr

In der Ausstellung „three dimensions fixing the world“ präsentiert Matthias Ströckel Zeichnungen und Objekte, die sich mit unterschiedlichen Konzepten dem Thema der Kartographie annähern. Ausgangspunkt ist die Unfähigkeit des Menschen die Welt in ihrer ganzen Realität begreifen zu können. Um wenigstens einen Teil davon für sich und andere verständlich und fassbar zu machen, vermisst der Mensch die ihn umgebende Welt. Die konzeptuellen Arbeiten veranschaulichen aber auch, dass man bei diesen Vermessungsstrategien zwangsläufig auf Grenzen stößt. Sie bleiben ausschnitthafte Annäherungen an die Realität, da sie uns nur beschränkte Informationen liefern - sie sind Konstruktionen der Welt, die Matthias Ströckel in einer minimalistischen Formensprache zu ergründen und zu hinterfragen sucht. Im Bewusstsein, die Totalität der Welt nie erfassen zu können, wird in dieser Ausstellung das Prinzip von Zufälligkeit und Kalkül auf spielerische Weise gegenübergestellt. (Anna-Lena Krämer)

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